Online-Veranstaltungsreihe zu Eizelltransfer und „Leihmutterschaft“

Zwischen Ausbeutung und reproduktiver Freiheit

Feministische und kapitalismuskritische Perspektiven auf Eizelltransfer und „Leihmutterschaft“

Die Ampelkoalition plant, Möglichkeiten zur Legalisierung der „Eizellspende“ und der angeblich altruistischen „Leihmutterschaft“ zu prüfen, wie es im Koalitionsvertrag heißt.

Die Liberalisierung dieser fortpflanzungsmedizinischen Praktiken wird seit Jahren kontrovers diskutiert. Es geht dabei auch immer darum, das seit 1990 geltende Embryonenschutzgesetz über Bord zu werfen. Wenig in den Blick gerät dabei, dass diese Praktiken in einem Feld kommerzialisierter Medizin etabliert werden. Es gibt auf der einen Seite die Kinderwunscheltern und auf der anderen Seite die Frauen, die diese Dienstleistungen erbringen, mit ihren jeweiligen Interessen. Es gibt vor allem aber auch diejenigen, die Körperstoffe und körperliche Dienstleistungen ökonomisch ausbeuten. Dieses Interessensgefälle wird unter den verschleiernden Begriffen „Spende“ oder „Gabe“ gesellschaftsfähig gemacht und mit Verweis auf alternative Familienformen popularisiert. Vor diesem Hintergrund ist es notwendig, diese Positionen zu beleuchten, um uns in die anstehenden Auseinandersetzungen kritisch einzumischen. In der Online-Veranstaltungsreihe wollen wir zu unterschiedlichen Aspekten des Themas mit eingeladenen Gästen ins Gespräch kommen.

Veranstalter: Gen-ethischen Netzwerks e.V. in Kooperation mit dem Netzwerk fem*ini gegen reproduktive Ausbeutung

 

Zur Anmeldung bitte eine E-Mail an eizellspende[at]gen-ethisches-netzwerk.de senden.

Programm

13.10.2022, 18-20 Uhr Ware oder Gabe?

Vortrag und Diskussion mit Stefanie Graefe, Privatdozentin für politische Soziologie, Uni Jena, und Mona Motakef, Professorin für Soziologie der Geschlechterverhältnisse, TU Dortmund. Vorbereitung und Moderation: Ulrike Baureithel, Sigrid Graumann, Silke Koppermann.

3.11.2022, 18-20 Uhr Wem gehört der Körper? Zur politischen Ökonomie der Eizellspende

Vortrag und Diskussion mit Alexander Quaas, Leitender Arzt für Reproduktionsmedizin und gynäkologische Endokrinologie (RME), Universitätsspital Basel. Vorbereitung und Moderation: Kathrin Braun, Erika Feyerabend, Sabine Könninger, Susanne Lettow

17.11.2022, 18-20 Uhr Der Weg zum Familienglück? Queere Perspektiven auf Reproduktionstechnologien

Vortrag und Diskussion mit Theresa Richarz, Rechtswissenschaftlerin und Geschlechterforscherin, Mitglied der Familienrechtskommission des Deutschen Juristinnenbundes. Vorbereitung und Moderation: Susanne Schultz, Taleo Stüwe, Uta Wagenmann


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