Pressemitteilung des vdää zur Broschüre "Krankenhaus statt Fabrik" 20.08.2017

Ökonomisierung stoppen! 2. Auflage der Broschüre Krankenhaus statt Fabrik ist erschienen

Die Ökonomisierung der Krankenhäuser in Deutschland hat zu katastrophalen Zuständen geführt: Es herrscht einerseits dramatische Personalknappheit – besonders in der Pflege. Andererseits wird in Deutschland mehr operiert als medizinisch notwendig. Immer mehr Patient*innen werden mit immer weniger Personal behandelt. Grund an all dem ist die Unterwerfung der Krankenhäuser – unabhängig von der Trägerschaft – unter eine konkurrenzgetrieben betriebswirtschaftliche Logik. Ein maßgebliches „Werkzeug“ für diese Ökonomisierung ist die Finanzierung über Fallpauschalen (DRG = Diagnosis Related Groups).

Krankenhäuser sind zu Fabriken geworden. Das schadet den Patient*innen und den Beschäftigten.

In vielen Krankenhäusern setzen sich nun Beschäftigte zur Wehr und fordern mehr Personal bzw. gesetzliche Regelungen für die Personalbemessung. Dies ist auch ein Kampf für ein Gesundheitswesen, das nicht als Wirtschaftszweig organisiert ist, sondern als Teil der gesellschaftlichen Daseinsvorsorge. Diese Kämpfe unterstützt der Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte.

Zur Aufklärung dieser Zusammenhänge und zur Motivation, den Kampf gegen die DRG und die Ökonomisierung aufzunehmen, hat das Bündnis Krankenhaus statt Fabrik (bestehend aus Attac, den ver.di-Bezirken Berlin-Brandenburg, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, Soltauer Initiative sowie vdää und anderen Gruppen und Einzelpersonen) eine Broschüre gleichen Namens herausgegeben, die klar und mit Zahlen und Beispielen unterfüttert, die Zusammenhänge erklärt und Alternativen aufzeigt.

Nach kurzer Zeit war die erste Auflage vergriffen. Nun ist die zweite Auflage der Broschüre Krankenhaus statt Fabrik gedruckt und wieder vorrätig. Man findet sie auch als pdf-Datei auf der Homepage des Bündnisses.

Ebenfalls auf der Homepage findet sich ein übersichtlich gegliederter Satz Powerpoints im ppt-Format zum Thema, der für Interessensvertreter*innen und betrieblich oder gesundheitspolitisch Aktive zur Verfügung steht.

Prof. Dr. Wulf Dietrich

 


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Zeitschrift für eine soziale Medizin
wird vom vdää herausgegeben und beschäftigt sich mit aktuellen berufs- und gesundheitspolitischen Themen.

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