Presseerklärung vdää, Medibüros, Medinetze, medico international zur Versorgung von Asylsuchenden und Flüchtlingen

19. August 2015

Medizinische Minderversorgung von Asylsuchenden und Flüchtlingen beenden

33 Medibüros und Medinetze in Deutschland richten zusammen mit dem Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte und medico international an den Bundestag den Aufruf, die medizinische Minderversorgung von Asylsuchenden und Flüchtlingen zu beenden.

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Presseerklärung des vdää zum Flüchtlingsdrama in Nordgriechenland

Maintal, 9. Juli 2015

Sie betteln um Wasser! Die humanitäre Krise ist längst da

Sie betteln um Wasser – die meist aus Syrien Geflüchteten am griechisch-makedonischen Grenzübergang Idomeni: Die griechische Bevölkerung aus den umliegenden Städten und Dörfern hat Solidaritäts-Komitees gebildet; sie fahren oft zusammen mit KollegInnen von der Solidarischen Praxis Thessaloniki mehrmals in der Woche auf eigene Kosten hin und bringen Wasser, Lebensmittel, Toilettenartikel und rudimentäre medizinische Versorgung, um das schlimmste zu verhindern. „Es ist entsetzlich zu erleben, wie Menschen aus Gebüschen gekrochen kommen und nach Wasser und Essen betteln müssen“, so Nadja Rakowitz, Geschäftsführerin des vdää, die am 8. Juli mit dem Soli-Komitee vor Ort war.

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Presseerklärung des vdää zur Unabhängigen Patientenberatung

Maintal, 2. Juli 2015

Unabhängige Patientenberatung Deutschland in Zukunft noch unabhängig?

Zu Ende 2015 läuft der Vertrag zwischen dem GKV-Spitzenverband (GKV-SV) und der bis jetzt gemeinnützigen Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD-gGmbH) aus. Jetzt verdichten sich die Gerüchte, dass die private Callcenter-Firma Sanvartis GmbH ab Januar 2016 die Trägerschaft über die UPD erhalten soll, so wollen es zumindest der GKV-SV und der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann.

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Presseerklärung zum kollektiven ver.di-Eintritt von 24 ÄrztInnen aus Solidarität mit den Streikenden an der Charité

Maintal, 30. Juni 2015

„Mehr von Euch ist besser für Alle!“

ÄrztInnen zeigen Solidarität mit den Streikenden an der Charité und treten gemeinsam in die Gewerkschaft ver.di ein.

Der Streik der Pflegenden an der Berliner Charité geht in die zweite Woche. Seit 7 Tagen werden nun fast 1000 Betten der größten Uniklinik Deutschlands bestreikt. Laut Aussagen des Vorstandes der Charité müssen pro Streiktag ca. 200 Operationen abgesagt werden. Dabei streiken die Pflegenden nicht für mehr Geld sondern für eine klare Personalregelung. Mit diesem Streik zeigen sich nun 24 ÄrztInnen und MedizinerInnen solidarisch und treten gemeinsam und öffentlich in die Gewerkschaft ver.di ein.

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Presseerklärung des vdää zum Krankenhaus-Struktur-Gesetz

23. Juni 2015

Politikversagen

Mit dem geplanten Krankenhaus-Struktur-Gesetz wird sich die Misere der Krankenhäuser weiter verschärfen

Schönheitsreparaturen an der Fassade des Krankenhauswesens sollen verbergen: Politik und Staat ziehen sich aus der Affäre und überlassen Privaten das Geschäft mit der Krankheit. Der Entwurf für das Krankenhaus-Struktur-Gesetz (KSG) zeigt: Die Versprechungen im "Eckpunktepapier" der Bund-Länder-Arbeitsgruppe vom Dezember 2014 waren nur Lippenbekenntnisse, die die von der Misere in den Krankenhäuser alarmierte Öffentlichkeit beschwichtigen sollten.

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Presseerklärung des vdää zum Streik an der Charité

Maintal, 18. Juni 2015

Mehr von Euch ist besser für alle!

96,43 Prozent der ver.di-KollegInnen an der Charité in Berlin haben sich in einer Urabstimmung für den unbefristeten Streik für einen Tarifvertrag zur Personalbemessung ausgesprochen! Wir, die demokratischen Ärztinnen und Ärzte, verfolgen die Auseinandersetzung an der Charité seit langem mit großem Respekt und wir begrüßen es sehr, dass die Frage nach ausreichendem Personal im Krankenhaus nun ins Zentrum von Tarifverhandlung gestellt wird.

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Presseerklärung des vdää und der IPPNW zum Gesundheitswesen in Griechenland

Humanitäre Krise in Griechenland: Deutsche Ärzte-Delegation fordert Stopp der drastischen Sparpolitik

Deutsche Ärztinnen und Ärzte fordern die Bundesregierung auf, die Austeritätspolitik zu stoppen. Der griechischen Regierung soll die Möglichkeit gegeben werden, der humanitären Katastrophe in ihrem Land zu begegnen. Der Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte (vdää) hat vom 3.-6. Juni eine Delegationsreise nach Athen organisiert. Die 25 Mitglieder des vdää und der IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung) waren schockiert über das Ausmaß der humanitären Krise in Griechenland: Sparpolitik und die darauf folgende grassierende Arbeitslosigkeit haben jeden dritten Griechen aus der Krankenversicherung ausgeschlossen.  

Im Gesundheitswesen herrscht ein eklatanter Personalmangel, da aufgrund der Austeritätspolitik kein Fachpersonal eingestellt werden kann. Die absurden Folgen des Sparzwangs waren beim Besuch des General Hospital of Athens "G. Gennimatas" nicht zu übersehen: Patienten mit unterschiedlichsten psychiatrischen Diagnosen mussten auf dem Flur nächtigen, während das neue Stockwerk direkt über der überfüllten Station leer steht. Die Möblierung könne nicht bezahlt und das zur Versorgung der PatientInnen notwendige Personal nicht eingestellt werden, so Dr. Diallina, die Chefärztin der Abteilung

Für die mehr als drei Millionen Menschen in Griechenland ohne Krankenversicherung sind lebensnotwendige Medikamente wie z.B. Insulin oder Krebsmittel nicht mehr erschwinglich. Steigende Säuglingssterblichkeit, steigende Zahlen von HIV, Tuberkulose, erste Malariafälle und ein drastischer Anstieg von schweren Depressionen sind die Folge. Wegen der gestiegenen Arbeitslosigkeit und der Armut werden immer mehr Menschen obdachlos. Dass die Troika die schwere Krise des Gesundheits- und Sozialsystems völlig ausblendet, können die Ärztinnen und Ärzte nur als menschenverachtend bewerten. „Gesundheits-, Bildungs- und Sozialpolitik müssen vor Schuldendienst stehen, deshalb fordern wir den Stopp der maßgeblich von der deutschen Regierung voran getriebenen tödlichen Austeritätspolitik”, so Dr. Wulf Dietrich (vdää). „Das Recht auf Gesundheit ist ein Menschenrecht, das gilt für alle Menschen”, so die IPPNW- Ärztin Dr. Angelika Claußen.

Prof. Dr. Wulf Dietrich (Vorsitzender des vdää)
Dr. Angelika Claußen (Europäische Vorsitzende der IPPNW)

Bitte nehmen Sie auch das Hintergrundmaterial zur Kenntnis.

Presseerklärung des vdää zur Tagung "Krankenhaus oder Fabrik" in Berlin

Berlin, 1. Juni 2015

Bündnis Gesundes Krankenhaus

DRG abschaffen, Kommerzialisierung beenden

Am 29. und 30. Mai hat sich u.a. auf Initiative des vdää das Bündnis Gesundes Krankenhaus mit der Tagung: „Krankenhaus oder Fabrik – Was tun gegen die Kommerzialisierung der Krankenhäuser?“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Folgen der Finanzierung der Krankenhäuser durch Fallpauschalen (DRG) sind Personalabbau (vor allem in der Pflege) bei gleichzeitiger Fallzahlsteigerung und Verkürzung der Liegedauer. Zusammen mit der Weigerung der öffentlichen Hand, ihren Investitionspflichten nachzukommen, führt dies zu unerträglichen Arbeitsbedingungen, schlechter Patientenversorgung und einem medizinisch nicht mehr begründbaren Anstieg invasiver Prozeduren.

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Presseerklärung des vdää zum Ärztetag

Maintal, 10. Mai 2015

Beharrlich rückwärtsgewandt –
der Deutsche Ärztetag trifft sich in der Frankfurter Pauskirche

Vom 12. bis 15. Mai wird der 118. Deutsche Ärztetag in Frankfurt stattfinden. Er wird am 12. Mai in der Paulskirche eröffnet. Wo vor fast genau 167 Jahren am 18. Mai 1848 die bürgerlich-revolutionäre deutsche Nationalversammlung als erstes deutsches Parlament zusammentrat, trifft sich nun das konservative deutsche ärztliche Standesparlament. Ging es an diesem Ort früher um Revolution und politischen Fortschritt, so werden sich jetzt die Vertreter der deutschen Ärzteschaft gegen politische und soziale Veränderungen zur Wehr setzen und für den Erhalt ihrer Privilegien eintreten.

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Presseerklärung des vdää zum Präventionsgesetz

Maintal, 22. April 2015

Health in all Selbstverwaltung

Das neue Präventionsgesetz ist ein realpolitischer Minimalkonsens und wird brennenden gesundheitspolitischen Problemen nicht gerecht

Nach dem – glücklicherweise – vom Bundesrat einkassierten letzten Anlauf der FDP für ein Präventionsgesetz im Jahr 2013 liegt nun ein neuer Entwurf von der großen Koalition vor. Doch obwohl dieser Entwurf deutliche Verbesserungen im Vergleich zur Version von Daniel Bahr im Jahr 2013 enthält, hat auch dieser bereits jetzt viel Kritik von allen Seiten erhalten. Aus Sicht des vdää sind einige der im Entwurf vorgeschlagenen Maßnahmen, wie beispielsweise die Stärkung der Kooperation der Präventionsakteure auf Bundes- und Länderebene, sinnvoll.

Dennoch sind einige sehr grundsätzliche Punkte im Gesetzentwurf problematisch:

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Presseerklärung des vdää zu den Todesfällen im Rahmen des Acinetobacter-baumanii-Ausbruchs am UKSH Kiel

4. Februar 2015

Jetzt die richtigen Konsequenzen ziehen!

Der vdää bedauert die tragischen Todesfälle, die durch den Ausbruch des multiresistenten 4-MRGN Bakteriums der Gattung Acinetobacter baumanii auf der Intensivstation des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) Campus Kiel eingetreten sind. Prinzipiell kann ein solcher Ausbruch jede Klinik treffen. Dass nun das UKSH Kiel in einem derartigen Ausmaß betroffen ist, hat jedoch mit der speziellen Situation vor Ort zu tun. Seit Jahren leiden das Klinikum und insbesondere die betroffene Station unter personeller Unterbesetzung und schwierigen baulichen Verhältnissen. Der vdää beobachtet an immer mehr deutschen Kliniken eine Zuspitzung des Personalmangels unter den Finanzierungsbedingungen des DRG-Systems. Auch Gebäude und deren Ausstattung bleiben immer weiter hinter den Erfordernissen zurück, weil die Bundesländer nur ein Bruchteil der notwendigen Investitionsmittel bereitstellen.

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Gesundheit braucht Politik
Zeitschrift für eine soziale Medizin
wird vom vdää herausgegeben und beschäftigt sich mit aktuellen berufs- und gesundheitspolitischen Themen.

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