Wenn Menschenrechte nicht mehr gelten

Veranstaltung

Wann:
Mi, 14. Oktober 2020, 19:00 Uhr
Wo:
SO-36 - Berlin
Kategorie:
Menschenrechte

Beschreibung

Wenn Menschenrechte nicht mehr gelten


Infoveranstaltung am 14.10.2020 um 19.30 Uhr im SO-36


Die katastrophale Situation Geflüchteter an den europäischen Außengrenzen ist seit Langem bekannt:
mindestens 1900 Ertrunkene im Mittelmeer allein im Jahr 2019, Folter und Sklaverei in den Lagern in
Libyen, desaströse Lebensbedingungen für Menschen in den Camps auf den griechischen Inseln, um
nur einige Beispiele zu nennen. Wir alle wissen, um diese Menschenrechtsverletzungen und schon
lange kann niemand mehr behaupten, von nichts gewusst zu haben. Mit dem Brand, der das Lager
Moria auf Lesvos komplett zerstört hat, sind die Zustände, in denen die Geflüchteten dort leben
müssen, kurz ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Doch inzwischen steht ein neues Camp, mit
ähnlich katastrophalen Lebensbedingungen.


Gleichzeitig arbeitet auch die deutsche Bundesregierung in ihrer aktuellen EU-Präsidentschaft weiter
daran, das System der tödlichen Abschreckung auszubauen und zu perfektionieren: Nun hat die EUKommission neue Pläne zur Reform des gemeinsamen europäischen Asylrechtes veröffentlicht, den
sogenannten ‚Migration pact‘. Diese sehen unter anderem die Einführung von beschleunigten
Grenzverfahren an den Außengrenzen für einen weit größeren Personenkreis als bisher vor, sowie die
Einführung sogenannter „Abschiebe-Patenschaften“ für Staaten, die sich weigern, Geflüchtete
aufzunehmen.


In Zeiten von Covid-19, sozialer Distanzierung und Wirtschaftskrise stehen die zivilgesellschaftlichen
Aktivist*innen zunehmend vor dem Problem, sich öffentlich Gehör zu verschaffen. Doch gibt es immer
noch Menschen, die sich in ihrem Kiez engagieren, auf die Straße gehen oder selbst an die europäische
Außengrenze fahren, um zu versuchen, ihren Beitrag zur Unveräußerlichkeit der Menschenrechte zu
leisten.


Wir wollen gemeinsam mit unseren Referent*innen die aktuelle Situation in Moria auf Lesvos, die
zunehmenden Push backs in der Ägäis und die Pläne der EU zur Reform des gemeinsamen
europäischen Asylrechts erörtern. Über die konkrete Situation an der EU-Grenze am Beispiel des
Lagers Moria berichtet Charlotte Linke vom Verein Demokratischer Ärztinnen und Ärzte, die als Ärztin
gerade 3 Monate dort gearbeitet hat. Eine Referent*in von Mare Liberum (angefragt) wird die
Strategien und Praktiken der Abschreckung beleuchten. Zudem wird uns der Rechtsanwalt Matthias
Lehnert über den aktuellen Stand des sogenannten ‚Migration pact‘ informieren.

Hinweise zu Infektionsschutzmaßnahmen:
Nicht nur, weil es behördlich so vorgeschrieben ist sondern weil wir gemeinsam Covid19 Infektionen
so gut wie möglich bei unserer Veranstaltung vermeiden wollen, bitten wir euch die allgemeinen und
für die Veranstaltung speziellen Hygieneregeln zu beachten: Eine Teilnahme an der Veranstaltung ist
nur mit einem Mund-Nase-Schutz möglich. Wir bitten euch, diesen in den Innenräumen zu tragen.
Außerdem solltet ihr den Mindestabstand von 1,5 m zu allen Personen, die nicht in eurer sozialen
„Virusgruppe“ sind, einhalten. Es wird feste Sitzplätze mit ausreichendem Abstand geben. Für An- und
Abreise gibt es genügend freie Fläche und wir bitten euch, auch dort den Abstand zu waren. Aufgrund
der offiziellen Regelungen werden wir am Einlass eine Kontaktliste führen, die nur zur Nachverfolgung
im Infektionsfall benutzt wird und nach den vorgeschriebenen 4 Wochen vernichtet wird.

 

Veranstaltet von: vdää (Ortsgruppe Berlin), Solidarisches Gesundheitswesen e.V., FrAktion Gesundheit in der Ärztekammer Berlin


Veranstaltungsort

Standort:
SO-36
Straße:
Oranienstraße 190
Postleitzahl:
10999
Stadt:
Berlin

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Gesundheit braucht Politik
Zeitschrift für eine soziale Medizin
wird vom vdää herausgegeben und beschäftigt sich mit aktuellen berufs- und gesundheitspolitischen Themen.

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