Workshop von profamilia und vdää

Medikamentöser Schwangerschaftsabbruch: Wie geht das in meiner gynäkologischen oder hausärztlichen Praxis?

  • am 17.10.2020 ab 9:30–14:00 Uhr in der pro familia Beratungsstelle, Palmengartenstraße 14, 60325 Frankfurt

In dem vierstündigen Seminar werden die praktischen Grundlagen zur Durchführung des medikamentösen Schwangerschaftsabbruchs vermittelt. Es werden die Medikamente, die Untersuchung und Aufklärung, Kontraindikationen und mögliche Komplikationen besprochen. Außerdem wird auf die rechtlichen und organisatorischen Besonderheiten eingegangen.

Anmeldung

Referentin: Christiane Tennhardt, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Praxis in Berlin

Organisation: pro familia OV Frankfurt am Main und Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte (vdää)

Wissenschaftliche Leitung und Anmeldung bzw. bei Fragen:

Hintergrund: Die Versorgung der Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch (SAB) benötigen, ist in Deutschland nicht überall gesichert und die Zahl der Einrichtungen, die diese Leistung anbieten, sinkt stetig. Gerade im ländlichen Raum gilt es für die Betroffenen häufig weite Wege zurückzulegen. Die Fortbildung soll Ärzt*innen befähigen und motivieren, den medikamentösen SAB in ihr Leistungsspektrum aufzunehmen. Der medikamentöse SAB ist eine anerkannte, sichere und wirksame Methode, die in Deutschland bis zur 9+0 SSW p.m. zugelassen ist. Es ist auch ohne operative Tätigkeit und räumliche Besonderheiten möglich, diese Leistung anzubieten. Während in anderen europäischen Ländern 50-80 % aller SAB medikamentös durchgeführt werden liegt der Anteil dieser Methode in Deutschland nur bei 25%. In vielen europäischen Ländern, wie zum Beispiel in den Niederlanden, erfolgt der Zugang zum medikamentösen SAB über die hausärztlichen Praxen. In Deutschland ist dies bisher selten, aber durchaus möglich, so dass zu dieser Fortbildung auch explizit interessierte Hausärzt*innen eingeladen sind.

Programm

1.Teil        9:30 – 11:30

Einleitung Vorstellung

Statistik: international/ BRD Indikationen (Beratung, medizinische / kriminologische Indikation)

Medikamente: Mifepriston / Misoprostol, Applikations-Schemata, “Off-label-use” “Home-use”

Ablauf in der Praxis, Ultraschall, Infektionsscreening, Aufklärung, Verhütung nach mSAB

Besonderheiten in der hausärztlichen Praxis, abdominaler Ultraschall, Vorstellung Leitfaden, App

2.Teil        12:00- 14:00

Gesetze/ Vorschriften: §§218/219, Strafgesetzbuch / Schwangerschaftskonfliktgesetz, Minderjährige, Vorgaben zur Durchführung des mSAB

Besondere Situationen: frühe Wochen / Mehrlinge / chron. Krankheiten / Kontraindikationen, Komplikationen (Infektionen, Residuen)

Abrechnung / Organisation / Kostenübernahme, Meldung an das Stat. Bundesamt

Fragen und Diskussion

Fallvorstellungen

Teilnahmegebühren

  • Fachärzt*innen: 80 Euro
  • Ärzt*innen in Weiterbildung: 50 Euro
  • Studierende: 10 Euro

Anmeldung und Fragen:

Die Zertifizierung des Besuches dieser Veranstaltung wird bei der Landesärztekammer Hessen beantragt.

Die Inhalte dieser Veranstaltung werden produkt- und dienstleistungsneutral gestaltet. Wir bestätigen, dass die wissenschaftliche Leitung und die Referentin potentielle Interessenkonflikte gegenüber den Teilnehmern offenlegen. Es besteht kein Sponsoring der Veranstaltung.


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Zeitschrift für eine soziale Medizin
wird vom vdää herausgegeben und beschäftigt sich mit aktuellen berufs- und gesundheitspolitischen Themen.

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