Soziale Determinanten von Gesundheit - Wohnen

Wohnen und Gesundheit

vdää Regionalgruppe Berlin - Juni 2021

Als klinisch tätige Ärzt*innen kommen wir im Kontakt zu unseren Patient*innen mit verschiedenen sozialen Einflussfaktoren und Bedingungen (soziale Determinanten) der Gesundheit in Berührung. Hierbei spielen die Wohnverhältnisse eine entscheidende Rolle: Wenn die Sorge vor der Mieterhöhung Schlafstörungen verursacht. Wenn der Rechtsstreit mit den Vermieter*innen Zeit, Energie und Geld verschlingt. Wenn nur noch der Umzug bleibt, weil die Wohnung nicht mehr bezahlbar ist. Wenn Familien zu fünft in einer Zweizimmerwohnung leben, weil sie keine andere Wohnung finden. Wenn Geflüchtete meist über Jahre ohne Aussicht auf Besserung in prekären Wohnverhältnissen leben (müssen). Wenn Wohnungslose jeden Tag aufs Neue einen Schlafplatz suchen müssen. Wenn eine Isolation in Pandemiezeiten nicht möglich ist im beengten oder nicht vorhandenem Wohnraum. Wenn im Extremfall Rentner*innen den Suizid wählen angesichts der Aussichtslosigkeit ihrer Wohnsituation. Dann können die gravierenden gesundheitlichen Folgen nicht mehr ignoriert werden. Dennoch wird das Thema Wohnraum in der ärztlichen Behandlung kaum direkt angesprochen. Es wird häufig erst bei gänzlich fehlendem Wohnraum thematisiert - und dann meist als eine Aufgabe für die Kolleg*innen vom Sozialdienst wahrgenommen.

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Gesundheit braucht Politik
Zeitschrift für eine soziale Medizin
wird vom vdää herausgegeben und beschäftigt sich mit aktuellen berufs- und gesundheitspolitischen Themen.

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