Stellungnahme des vdää Hamburg zu Corona

Die Corona-Pandemie ist nicht allein eine biologische Krise sondern eine soziale und ökonomische Krise

Hamburg, 22.03.2020

Die pandemische Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus ist eindeutig erfolgt. Das gesellschaftliche Gebot zu verstärkter Hygiene und Vermeidung unnötiger Kontakte ist aus infektionsepidemiologischer Sicht sinnvoll und stellt das einzige Mittel gegen die Infektion dar. Impfung oder Therapie gibt es nicht. Der Zeitpunkt wird kommen, da weitere Corona-Testungen angesichts der Ausbreitung nicht mehr sinnvoll sind. Das erste Mal schaut die Welt einem derartigen Geschehen zu. Wie bei vorherigen Pandemien verlaufen die allermeisten Infektionen unbemerkt, leicht oder mäßig und einige wenige aber gravierend.

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Corona

Ein Weckruf für die Krankenhauspolitik

Die Corona-Krise wirft ein dramatisches Schlaglicht auf den Pflegenotstand in deutschen Kliniken. Sie könnte aber auch eine Tür zu dessen Lösung aufstoßen - Lesen Sie den Text von Kalle Kunkel in Der Freitag vom 24.03.2020 weiter

Der Kern der deutschen Krankenhausmisere

Huch, hatten wir in den Klinken nicht gerade noch „Überkapazitäten“? Wie die Corona-Krise den Irrsinn von Fallpauschalen und Erlösorientierung offenlegt -Lesen Sie den Text von Kalle Kunkel in Der Freitag vom 13.03.2020 weiter

Petition unterzeichnen

An: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sowie alle Entscheidungsträger*innen in der Gesundheitspolitik und in den Krankenhäusern

Covid-19 – Gesundheitsarbeiter*innen fordern: Menschen vor Profite

Als Pflegekraft auf einer Kinderintensivstation mit zehn Jahren Berufserfahrung kann ich versprechen: Wir Gesundheitsarbeiterinnen sind uns unserer Verantwortung angesichts der existentiellen Krise mit dem Coronavirus bewusst und werden alles in unserer Macht stehende tun, um die Patientinnen und uns selbst durch die Krise zu bringen – egal ob Pflege- oder Hilfskraft, Ärztin, Labor- und Röntgenassistentin, Reinigungskraft, Medizintechniker*in uvm. Hier unterzeichnen

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Artikel über den vdää in der SOZ

Wie holen wir uns die Krankenhäuser zurück?

Der Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte diskutiert die Vergesellschaftung der Krankenhäuser
von Kolja Swingle

Die Zustände im Gesundheitssystem sind miserabel. Patienten werden in Krankenhäusern we­gen des fehlenden Personals strukturell unterversorgt. Allein die Wartezeiten in den Notaufnahmen sind ein sprechendes Beispiel: Auf eine Ärztin in der Nachtschicht und wenige Krankenschwestern kommt der An­drang kranker Menschen, die häufig stundenlanges Warten zu­sätzlich zu ihrer Notlage in Kauf nehmen müssen.

Lesen Sie den Artikel in SOZ 01/2020 hier weiter.

Gesetzliche Personalregelung im Krankenhaus

PPR 2.0 Erster Durchbruch für bedarfsgerechte Personalausstattung in der Krankenhauspflege

ver.di drängt auf zügige Einführung und verbindliche Umsetzung der PPR 2.0

Wir haben gemeinsam mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) und dem Deutschen Pflegerat (DPR) ein Instrument zur Personalbemessung für die Pflege auf Grundlage der Pflegepersonalregelung (PPR) entwickelt – die PPR 2.0. Das Verhandlungsergebnis ist ein wichtiger Schritt voran und Verdienst unserer Bewegung für mehr Personal und Entlastung. Der ver.di-Personalcheck von 2013 und die ver.di-Aktion »Das Soll ist Voll« von 2017 haben gezeigt: Allein in der Pflege sind rund 80.000 zusätzliche Fachkräfte nötig. Deshalb streitet ver.di schon lange für mehr Personal und Entlastung in den Krankenhäusern. Mit bundesweiten Aktionen wie dem Nachtdienstcheck, mit Großdemonstrationen und mit Streiks für Tarifverträge zur Entlastung haben wir für Bewegung und Druck gesorgt. Wir erwarten, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) den Vorschlag aufnimmt und der Gesetzgeber ihn zügig verpflichtend und bundesweit einheitlich einführt. Lesen Sie hier weiter auf der Homepage von ver.di

Rassismus und Gesundheit

 

Übersichtsartikel

Luisa Kunz, Ove Spreckelsen: Das Konzept "race" und die Humanmedizin, GbP-Sonderausgabe Soziale Determinanten von Gesundheit

Müller, Kluge, Hein: Haben die Ostfriesen andere Gene?, Deutsches Ärzteblatt 2013

 

Rassismus als Soziale Determinante von Gesundheit

Krieger, Nancy: Does Racism Harm Health? Did Child Abuse Exist Before 1962? On Explicit Questions, Critical Science, and Current Controversies: An Ecosocial Perspective

Krieger, Nancy 2014: Discrimination and Health Inequities

Kapitel 3.5 "Migration" in "Gesundheit in Deutschland", Robert-Koch-Institut, 2015

Gravlee: How race becomes biology: Embodiment of social inequality

“Race” and “ethnicity” in biomedical research: How do scientists construct and explain differences in health?

Williams, Mohammed: Racism and Health I

Bennefield: Systemic racism and U.S. health care

Hardy: I'm Black and My Doctor Should Be Too, vice 2017

Kelly M. Hoffman, Sophie Trawalter, Jordan R. Axt, and M. Norman Oliver: Racial bias in pain assessment and treatment recommendations, and false beliefs about biological differences between blacks and whites. 2016

Regina Brunnett: Rassismus und Gesundheit, in: Jahrbuch für kritische Medizin und Gesundheitswissenschaft, Jg. 51: Kritik (Argument-Verlag)


Biologie und Genetik

Heinz et al: The uncanny return of the race concept

Plümecke: Rasse in der Ära der Genetik (Buch)

VBIO: Thilo Sarrazin hat grundlegende genetische Zusammenhänge falsch verstanden

Human genome diversity: frequently asked questions


Kategorisierung und Operationalisierung in der Forschung

White, European, Western, Caucasian or what? Inappropriate Labeling in Research on Race, Ethnicity, and Health

Loue, Sana : Assessing Race, Ethnicity and Gender in Health, (insb. Prologue S.xi-xv; 3. Defining Race, Ethnicity, and Related Constructs; 5. Race, Ethnicity, and Sexual Orientation in Health, S.86 ff.), Springer 2006

Plümecke, Tino; Schultz, Susanne: Moderne Rassenkunde. Die polizeilichen Befugnisse bei der DNA-Analyse sollen drastisch erweitert werden, ak - analyse & kritik, Nr. 627 / 2017

Film der Poliklinik Veddel Hamburg

Was bedeutet Prävention?

Gesundheit ist politisch, denn Armut macht krank. Was sich hinter dieser Binsenweisheit verbirgt und welches Verständnis von Gesundheitsvorsorge sich daraus für die Poliklinik Veddel ableitet, möchten wir mit diesem kurzem Film veranschaulichen. (06.11.2019)

Bericht über das Gesundheitskollektiv Berlin

Gesundheit von unten

Nesrin Kosanke ist medizinische Fach­angestellte, Shao-Xi Lu Physiotherapeutin und Patricia Hänel ausgebildete Ärztin. Die Berline­rinnen wollen nicht länger nur Symptome behandeln, sondern gegen soziale Ungerechtig­keit vorgehen – weil auch diese krank macht.

Lesen Sie den Artikel von Jasmin Kalarickal in der taz vom 05.11.2019 weiter.

Abendseminar des VDPP

Pharmazie in sozialer Verantwortung

Notwendige Arzneimittel für alle – solidarisch finanziert!

  • am Donnerstag, 31. Oktober 2019 um 19.30-21.30 Uhr
  • in: Ökumenisches Zentrum, Wilmersdorfer Straße 163, Berlin-Charlottenburg

vdaeae logo zeitschrift

Gesundheit braucht Politik
Zeitschrift für eine soziale Medizin
wird vom vdää herausgegeben und beschäftigt sich mit aktuellen berufs- und gesundheitspolitischen Themen.

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